Weil …

Geschriebenes

«Ich zitiere Ihnen jetzt einen längeren Abschnitt aus Herders Text, weil … »

Sie legte eine Pause ein.

« … er so merkwürdig ist.»

Dann fuhr sie fort.

«Er ist auch so schwer zu lesen, weil … »

Sie hielt erneut inne.

« … er in diesem alten Sprachgestus geschrieben wurde.»

Diese Szene ereignete sich letzte Woche an einem Poetik-Vortrag. In Gedanken versunken sass ich da und lauschte und nicht und plötzlich hörte ich dieses «weil» und sass auf dem Rand meines Stuhls. Mich kribbelte es und ich wartete und ich wurde ungeduldig, weil …

… ich wissen wollte, wie es weitergeht!


Bild: Serienbilder einer rücklings fallenden Katze von Etienne-Jules Marey, 1894. (Quelle)