Meistens werden Phänomene entweder auf einer Makroebene – d. h. in größeren Maßstäben und Zusammenhängen – oder einer Mikroebene – und damit als isolierte Einheiten kleinerer Strukturen –betrachtet. Manchmal wäre es jedoch sinnvoller, auf eine Mesoebene zu wechseln: Diese erlaubt, sich mit konkreten Fragestellungen auseinandersetzen, ohne dabei zu vernachlässigen, dass die Gegenstände immer auch in Systeme und Politiken eingebettet sind.
So lässt sich z. B. untersuchen, welche politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren die Standortwahl von Mülldeponien beeinflussen. Es kann auch erforscht werden, wie Mikroorganismen den Zersetzungsprozess von Müllkomponenten beeinflussen. Um aber adäquate Maßnahmen bezüglich der Regulierung und Nutzung von Mülldeponien zu treffen, ist eine andere Flughöhe nötig: Dafür braucht man etwa zu bestimmen, welchen Einfluss eine bestimmte Mülldeponie auf die lokalen Ökosysteme hat.
