Die Digitalisierung macht darauf aufmerksam, dass sich mit dem Einzug digitaler Technologien in alle Lebensbereiche auch unsere Haltungs- und Umgangsweisen verändern.
Dieser dynamische Prozess kann (und sollte) aus einer alternativen Perspektive auch als ‘Analogisierung’ bezeichnet werden. Damit wird ernst genommen, dass die Digitalisierung auch den Umgang mit analogen Technologien transformiert. Dabei soll es nicht darum gehen, Epiphänomene wie die punktuellen Konterrevolution des Analogen oder die umfassende Hybridisierung moderner Lebenswelten zu betonen. Der Blick erlaubt etwas Grundsätzlicheres: Er bricht mit der scheinbaren Selbstverständlichkeit auf, dass alles Analoge in einem Paralleluniversum statisch und unangetastet fortdauert.
Bild: Detail des Posters James McMullan: socio-journalism (1979) von Lanny Sommese, The Library of Congress – Quelle.

