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Satirisch

Satire erfindet nichts. Sie arbeitet mit dem, was schon da ist.

Deshalb beschreibt Schiller Satire nicht als Gattung, sondern als ‘Empfindungsweise’. Dabei handelt es sich um einen spezifischen Modus des Wahrnehmens und Urteilens über die Welt. Satire funktioniert, wie Jörg Schönert zusammenfasst, durch ein «Nennen, Enthüllen und kommentierendes Einordnen in vorgegebene Wertzusammenhänge» und entfaltet ihre Wirkung, indem sie die «im Gegenstand selbst begründete[] Disproportionalität von Schein und Sein» herausarbeitet.


Literatur: Schönert, Jürg: Roman und Satire im 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Poetik. Stuttgart 1969, S. 10-11.

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