Er wies uns wiederholt auf eine Etikette des Parks hin. In der Beobachtung von Vögeln sollte beispielsweise immer eine Fluchtdistanz gewahrt werden. Die angelegten Parkwege dienen dabei als Orientierung, um den Vögeln nicht zu nahe zu kommen. Außerdem sollte vermieden werden, den Tieren in die Augen zu schauen. Sie würden von der direkten Aufmerksamkeit eingeschüchtert, da Menschen (bzw. aufrechte Säugetiere) von Vögeln als Gefahren eingestuft werden. Er machte uns auch auf die zahlreichen Schilder mit der Aufschrift «Bitte nicht füttern» aufmerksam. Es werde im Park trotzdem oft gefüttert – das sei natürlich «nicht ideal», wie der Experte betonte. Grundsätzlich solle möglichst wenig in das «natürliche» Verhalten der Vögel eingegriffen werden.
Der beobachtete Graureiher flog jedoch davon, da wir ihm – trotz der Anweisungen des Kenners – offenbar zu aufdringlich waren. Und bevor er dazu mahnte, die Vogelfütterung zu unterlassen, wurde uns eine Broschüre mit Tipps zur Vogelfütterung ausgeteilt.
Bild: Detail aus Franz Marcs Nude with Cat (1910) – Quelle.

