Hartmut Rosa beschreibt in Resonanz drei Dimensionen von Weltbeziehungen:
- Horizontale Resonanzen verweisen auf Beziehungen zwischen Menschen und lassen sich durch Konzepte wie Freundschaft, Liebe, Konkurrenz und Politik messen.
- Zu vertikalen Resonanzen gehören die «Verheißung der Religion, die Stimme der Natur, die Kraft der Kunst und den Mantel der Geschichte»; sie verorten den Menschen in größeren Sinnzusammenhängen.
- Diagonale Resonanzen setzen den Menschen in ein Verhältnis zu Dingen und Tätigkeiten und beziehen sich zum Beispiel auf Fragen zu Konsum oder Arbeit.
Und hat man sich erstmal daran gewöhnt, ein Konzept wie Beziehungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, werden plötzlich weitere Richtungen denkbar, die vielleicht dem Schnittpunkt Mensch ausweichen und Bereiche verbinden, die unsere gewohnten Achsen sprengen.
Bild: [Pendulum Curve] (1899–1910) von Frederick H. Evans, Getty Museum – Quelle.

