Es brennt auf der Zunge

Geschriebenes

In unserem Garten gediehen über die Sommerwochen drei Chilipflanzen, wobei diese Bezeichnung dem Wachstum nicht wirklich gerecht wird. Sie sprossen förmlich und wucherten über die Töpfe hinaus. Die mehr und mehr grünen Schoten wurden fetter und praller, doch je lang und länger die schweren Äste auch in der warmen Brise hin- und herschaukelten, es gab nichts und weniger zu ernten.

Als ich dann vorgestern nach längerer Abwesenheit nach Hause kam, lächelten mich die Schoten zu Dutzenden feuerrot an. Seither brennt es mir ununterbrochen auf der Zunge. So sehr, dass ich gar nicht mehr weiß wohin mit dem ganzen Rest.


Bild: Ausschnitt aus “Cajophora Lateritia (Loasaceae) and Chili Nettle enlarged 5 times” aus Urformen der Kunst (1928) von Karl Blossfeldt – Quelle.