Quantifizierung

Geschriebenes

Die Pirahã, ein indigener Amazonas-Stamm, nutzen nur drei Wörter für Mengen: Eins (auch: ungefähr eins), zwei und viele. Der Kognitionswissenschaftler Peter Gordon der Columbia University berichtet, dass selbst bei einfachen, nonverbalen Zahlenvergleichsaufgaben mit vertrauten Gegenständen (z. B. Stöcken, Nüssen und kleinen Batterien), «the ability of tribesmen to do [the tasks] faltered beyond two or three.»

Die Studie von Gordon ist nicht die einzige Studie, die dafür spricht, dass jeder (ausgenommen dem allersimpelstem) Umgang mit Mengen und Zahlen gelernt ist. Wie erstaunlich das ist, lässt sich nicht einmal mit unserem Zahlendenken anständig quantifizieren.


Forschung zur Rechenkenntnis:

  • Beller, Sieghard, and Andrea Bender. 2008. The Limits of Counting: Numerical Cognition between Evolution and Culture. Science 319:213–215.
  • Gordon, Peter. 2004. Numerical Cognition without Words: Evidence from Amazonia. Science 306: 496–499.
  • Wiese, Heike. 2007. The Co-evolution of Number Concepts and Counting Words. Lingua 117:758–772.

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