Subvertieren
Geschriebenes«Finde die Stellen in einem Buch, mit denen ihr etwas anfangen könnt. Wir lesen und schreiben nicht mehr in der herkömmlichen Weise», heißt es auf der Rückseite der Taschenbuchausgabe von Rhizom (1977). «Es gibt keinen Tod des Buches, sondern eine neue Art des Lesens. In einem Buch gibt’s nichts zu verstehen, aber viel, womit man etwas anfangen kann.»
Vielleicht stellen Gilles Deleuze und Félix Guattari nur deshalb die konventionelle Lesbarkeit eines Buchs in Frage, weil sie selbst ein unlesbares Buch geschrieben haben. Diese Interpretation ist das einzige, mit dem ich etwas anfangen kann, weil ich sonst nichts verstanden habe. Zwar: Um Lesbarkeit zu kritisieren, muss – auf Kosten der Lesbarkeit – eine Alternative angeboten werden. Das ist immerhin ein Anfang.