Nebenbei

Geschriebenes

Denkbrocken steht weder zuoberst noch zuvorderst; es passiert nebenbei. Das bedeutet, dass meine Ressourcen oft nicht ausreichen, um zu tun, was mir vorschwebt. Und wo ich Wünsche vorziehen würde, muss ich immer wieder Kompromisse akzeptieren.

Aber das ist in Ordnung. Mehr sogar. Denn gerade weil ich es nebenbei mache, habe ich den Kopf und die Hände frei, zu tun, was möglich ist. Denkbrocken ist keine Verpflichtung, es ist ein Commitment. Ich muss nicht, ich darf.

(Und wenn ich mir überlegen, dass auch du neben all dem anderen noch Zeit hierfür hast – das ist alles andere als selbstverständlich. Danke!)


Bild: Anser anser domesticus (1596–1610) von Anselmus Boëtius de Boodt – Quelle.