Interessiert nicht

Geschriebenes

Es ist in vielerlei Hinsicht praktischer, über Dinge zu schreiben, zu denken, zu sprechen, die einen gar nicht besonders interessieren.

Man kommt schneller auf Lösungen, weil man es schneller hinter sich bringen will. Man kann eine Distanz zu wahren, weil einem das Thema nicht am Herzen liegt. Man kommt kommt eher auf dem Punkt, weil keine Gefühle der Sache im Weg stehen.

Es werden vielleicht Details übersehen, es fehlt an Intensität und an Tiefe. Aber man bleibt nicht an Kleinigkeiten hängen, verliert sich in keinem Kaninchenbau und behält die größeren Zusammenhänge im Blick.

Aber.

Sind es am Ende nicht die Feinheiten, der Nervenkitzel und die emotionale Nähe, die eine Auseinandersetzung in erster Linie lohnenswert machen?


Bild: Eine künstlerische Interpretation der Saturn-Oberfläche durch Daniel Zeller. Basierend auf den Bildern der Cassini Raumsonde. Orginal von der NASA – Quelle.



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