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Geschriebenes

Dorfplätze fördern den Austausch. Es kann passieren, dass die Gemeinderätin am Marktstand des Bauern Birnen und Lauch einkauft. Die Sitzbänke sind nicht nur für die eigene Nachbarschaft reserviert (sobald man die Kopfhörer verstaut, könnte man sogar mit jemandem ins Gespräch kommen, der auf der anderen Seite des Dorfs aufgewachsen ist). Und bei Konzerten unter freiem Himmel darf auch das stimmlich ungeschulte Publikum mitsingen.

Begegnungsorte wie Twitter haben jedoch nichts mehr mit Dorfplätzen gemeinsam. Würden im echten Leben so viele Menschen und Perspektiven zusammenkommen, bräuchte es vermutlich Polizei, Wasserwerfer und Tränengas.


Bild: Le Marché aux Volailles (ca. 1900) von Richard Ranft, The Cleveland Museum of Art – Quelle.


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