Kleiderschrank

Geschriebenes

Ein gutes Ordnungssystem ist erstens konsistent und funktioniert nach einheitlichen Klassifikationsprinzipien. Es baut zweitens auf klaren Kategorien auf, die einander ausschließen. Drittens: Das System ist vollständig – jeder Gegenstand findet seinen Platz.

Nur ist es meist so, dass die Sockenschublade überquillt und deshalb einzelne Exemplare im Unterwäscheabteil landen. Die leeren Kleiderbügel, die eigentlich für Hemden gedacht wären, werden von getragenen Pullovern besetzt. Und der Wäschekorb lehnt jegliche Diskriminierung ab.


Literatur: Bowker, Geoffrey C. & Star, Susan Leigh: Sorting Things Out: Classification and Its Consequences. Massachusetts 2000.
Bild: Detail aus Triangular Corner Safe (ca. 1941) von Rosa Rivero, The National Gallery of Art – Quelle.


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