Menschen
Geschriebenes
Will man jemandem die Haare schneiden, wäre es am einfachsten, den Kopf abzuschneiden und auf einen Spieß zu stecken. So könnte der Schädel einfach justiert und ins rechte Licht gerückt werden, ohne dass sich der Kopf dabei unkontrolliert bewegt. Es bräuchte keinen bequemen Sessel, es gäbe nichts zu schwatzen, man müsste ihr oder ihm kein Wasser anbieten und sich nicht entschuldigen, wenn der Rasierer aus Versehen ins Ohr fräst.
Aber irgendwie ist es im Leben nun mal so, dass man mit dem Menschen umgehen muss, der an den Haaren baumelt.
Bild: Ausschnitt aus Three Heads with Flayed Scalps, Showing Cranium and Veins (ca. 1660), Images from the History of Medicine (IHM) – Quelle.