Fragen an das Ich?

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Welche Dinge erfinde ich, um das wirklich Wichtige zu vermeiden?

Wovon spreche ich oft, ohne viel davon zu wissen?

Worin bin ich zweifellos weltklasse?

Wofür gebe ich unverhältnismässig viel Geld aus?

Wofür gebe ich zu wenig Geld aus?

Wovor fürchte ich mich, ohne eine Erklärung dafür zu haben?

Wovon träume ich viel und mache wenig?

Worauf darf ich stolz sein?

Weshalb ist der gestrige Tag nicht umsonst gewesen?

Wem habe ich schon lange nicht mehr Danke gesagt?

Würde ich mein eigener Partner sein wollen?

Welche Einstellung sollte ich mir abgewöhnen?

Welche drei Dinge würden den heutigen Tag grossartig machen?

Was muss ich ständig zum Laufen bringen, was laufen sollte?

Wofür brauche ich zu viel Zeit?

Wo bin ich zu stolz, um Hilfe zu holen?

Wo bin ich vernünftiger als andere?

Was hat mich heute zum Lachen gebracht?

Welcher Aufgabe weiche ich seit langem aus?

Wem sollte ich wieder einmal einen Gefallen tun?

Was habe ich heute zum allerersten Mal gemacht?

Wann habe ich mich das letzte Mal übermässig gefreut?

Wie sehe ich mich im Spiegel an?

Worauf habe ich heute absolut keine Lust?

Was kann ich wegnehmen, ohne das Resultat zu verändern?

Wann bin ich mit mir zufrieden?

Oodilon Redon, Die Ursprünge, 1883


Anmerkung:
Ich erhebe keinen Anspruch auf die Originalität der formulierten Fragen. Es ist gut möglich, dass ich die eine oder andere Frage in der einen oder anderen ähnlichen Form irgendwo gelesen, abgespeichert, gedanklich verarbeitet und nun als eigener Gedanke in Buchstabenform übersetzt habe. Falls dem so sei, entschuldige ich mich, dass ich die Quelle vergessen habe. Wem dieses Frageformat aber zusagt, dem kann ich Rolf Dobellis Fragen an das Leben ans Herz legen.