Die Antithetik des Frühlings

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Frühling –! Es spriesst das Efeu. Die Elstern krächzen ihre Melodie. Und die Fruchtfliegen vermehren sich wie Fruchtfliegen. Das ist Frühling –! Heuschnupfen und Glücksgefühle. Dunkelrote Sonnenuntergänge und unerfüllte Liebeslust. Antithetik des Frühlings –! Es verdreht einem Kopf. Man jongliert mit Gegensätzen, vergleicht Unvergleichliches, übt Druck und Luft und Kraft und Mangel aus und legt die Widersprüchlichkeiten bloss wie die Problemzonen in Freibad. Romantizynismus –! Das soll, nein, darf so sein. Den Gefühlen freien Lauf lassen und den Gemütszustand in der Natur spiegeln lassen. So haben das schon die Grossen gemacht. Frühling –! Nur bin ich kein Grosser. Ich bin ein Samenkorn, das man mit Optimismus in die Erde steckt. Anstatt zu keimen, verschimmle ich aus Protest. Ob das nun Gärtner, Käfer und Ökosystem verärgert, ist mir egal. Harmonie –! Ich bin draussen.

Ein Einwohner aus dem Dorf Kayaye, der im Rahmen der Kongcorong-Zeremonie von Kopf bis Fuß in Äste und Blätter gekleidet ist. Aus Major William Grays Bericht über seine Expedition nach Afrika. (Via PDR)