«Unbeschreiblich»

Geschriebenes

Es ist halt so. Na ja, du weisst schon. Ich muss es dir nicht sagen. Du kennst es doch auch. Es ist unbeschreiblich.

Du weisst, dass es sich um etwas Aussergewöhnliches handelt. Du kennst das Gefühl, wenn die Sprache mit der Ausdruckskraft der Wirklichkeit kollidiert. Aber was ich mit «unbeschreiblich» meine, das kannst du weder mit Sicherheit wissen noch kennen.

«Unbeschreiblich» bedeutet, dass ich unfähig bin, diese Situation, diesen Eindruck oder diese Vorstellung adäquat in Worte zu fassen. Das Problem darin liegt, dass ich dir damit gar keine Möglichkeit gebe, die Situation, den Eindruck oder die Vorstellung nachzuvollziehen. Was nicht gesagt wird, das kann auch unmöglich verstanden werden.

Versuchen wir deshalb, über das Unaussprechliche zu sprechen und das Unbeschreibliche zu beschreiben.

Es fehlen mir die Worte, aber ich probiere sie zu finden.

Ja, was soll ich sagen? Nun, wie wäre es hiermit?


Bild: Illustration aus Octave Uzanne’s The End of Books (1894) – Quelle.