Wochentags

Geschriebenes

Montags
Es ist wie in der Disco, wenn der Beat seine Geschwindigkeit ändert und die Gliedmaßen zwischen den Basspauken weiterzappeln. Dieser neue Rhythmus bringt die Akten durcheinander. Und zum Lesen kommt man nie. Höchstens Mails und Zeitung.

Dienstags
Mein Lieblingstag der Woche beginnt mit Kaffee und Müsli. Es folgt Arbeit an der frischen Luft mit dem Kopf in den Wolken. Zurück auf dem Boden unterscheidet sich der Tag von keinem anderen. Doch diese Routine, herrlich!

Mittwochs
Mittwochnachmittage im Freibad. Chlor in den Augen, nackte Ärsche auf der Rutschbahn und Lollis auf dem Nachhauseweg. Dieser ist übrigens geblieben. Der Rest ist lange vorbei. Vermissen tu ich’s zum Glück nicht?

Donnerstags
Dieser Tag bleibt im Dazwischen, vergessen und zertrampelt. Von Dreck besudelt winkt er aus der Ferne zu. Greift man jedoch nach seiner schwächlicher Hand., folgt eine Überraschung: Denn nicht ist so fruchtbar, wie ein Tag zu viel.

Freitags
An dieser Stelle lässt sich eine gewisse Euphorie kaum unterdrücken. Es ist nicht das Feierabendbier und auch nicht zwingend das anstehende Wochenende. Aber irgendwie atmet und bewegt es sich freitags freier.

Samstags
Es ist die Zeit, zu welcher der Traffic ausbleibt und alle Augenpaare das übersehen, was nicht in ihrem Umfeld abläuft. Das kann frustrieren oder dazu einladen, ein verrücktes Experiment zu wagen. Denn mitbekommen tun es sowieso die Wenigsten.

Sonntags
Wenn Sonntagmorgens um 6:00 Uhr der Wecker klingelt, ist das ein Zeichen dafür, eine alternative Lebensweise gewählt zu haben: Es ist entweder die Leidenschaft zur Sache oder … man hat komplett die Kontrolle verloren.