«All-In»

«All-In» gehen ist eine Gratwanderung. Du kannst deinen gesamten Einsatz verlieren. Oder aber du räumst einen richtig grossen Gewinn ab.

Poker ist kein reines Glückspiel. Beim Poker geht es darum, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, Risiko zu minimieren und abzuwarten. Wie Annie Duke, Poker-Profi und Autorin bestätigt, ist das Ziel nicht möglichst oft, sondern im richtigen Moment seine Hand zu spielen:

«My number one tip is always to play tight. From my experience, most new players play about 80% of the hands they are dealt in Texas Hold’em. In fact, the reverse should be the case: they should only play about 20% of them!»

Doch auch in der scheinbar optimalen Situation wirst du Verlust niemals ganz ausschliessen können. Es gibt immer Komponenten, die sich nicht im Voraus berechnen lassen. Du weisst nicht, wie die Mitspieler am Tisch auf deine Aktion reagieren werden. Du hast keine Informationen zur Verfügung, ob nicht doch jemand anderes am Tisch eine höhere Chance auf den Gewinn der Runde hat. Und du bist dir nicht einmal sicher, ob es überhaupt etwas zu gewinnen geben wird. Alles, was du faktisch tun kannst, ist mit den Karten, die du in der Hand hast, das Beste anzufangen.

Wenn du immer etwas zurückhältst, immer auf der sicheren Seite bleibst, dann bist du zwar Mitspieler, doch wirst niemals den grossen Unterschied ausmachen. Man muss ein Risiko eingehen können, um aufzufallen, zu überraschen und zu verändern. Es wird nicht in jedem Fall erfolgreich ausgehen. Doch die Frage ist nicht, ob du gewinnst, sondern ob du etwas bewegen möchtest. Wenn ja – dann sei bereit, «All-in» zu gehen.