Samen und Ideen

Geschriebenes

Ideen werden gerne mit Samen verglichen: Überall wo sie Kontakt mit fruchtbarem Untergrund herstellen, wächst – je nach Art des Samens – ein Baum, ein Busch, eine Blume oder Unkraut.

Am liebsten würde man deshalb die Samen bzw. Ideen so, wie sie sind, in der Gegend herum und Menschen an Kopf werfen. Nur wird bei dieser Analogie oft vergessen wird, dass sich niemand für Samen interessiert.

Es sind nämlich nicht die Samen, sondern die süßen Früchte, farbigen Blüten, oder betörenden Düfte, nach denen man sich umdreht und voller Vorfreude die Lippen leckt. Und es sind auch diese, die in der Natur (sowie außerhalb davon) unverhältnismäßig viel Energie und Kreativität beanspruchen.

Samen spielen eine wichtige Rolle im Wachstum und der Verbreitung bestimmter Pflanzen. Aber Samen allein schmecken nicht. (Außer natürlich Cashew- und Kürbiskerne.)


Bild: “Iris Seeds” aus The genus Iris von William Rickatson Dykes (1877-1925) – Quelle.