Jargon

Geschriebenes

An einem Tisch hört man «Moodboard», «Corporate Image», «Farbe», «Komposition».

Am nächsten Tisch fällt «Quartal», «Analyse», «Marketing», «Konkurrenz».

An einem anderen wird über «Story», «Reichweite», «Likes», «Werbung» gesprochen.

Die Tische stehen wie Inseln verteilt im Ozean der Sprache». Der Kellner schwimmt über das Parkett, verteilt Tee, Cappuccini und Smoothies zwischen Design, Betriebswirtschaft und Social Media. Ein neuer Gast nimmt sich einen Stuhl und stellt ihn an den Tisch. Sie spricht im gleichen Jargon. Sie gehört dazu. Ein anderer kratzt sich etwas weiter hinten im Café vor offener Zeitung unverständig den Kopf. Er versteht. Aber wird nicht verstanden. Die Weste hält ihn über Wasser.


Bild: Tête-á-Tête (1894) von Edvard Munch – Quelle.


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